Diese Seiten sind mittlerweile ein Archiv!

Hier möchten wir unsere Arbeit am werdenden Waldgarten dokumentieren. Wir hoffen, unsere Recherchen helfen, andere Vorhaben zu inspirieren und durch Erfahrungen zu unterstützen. Wir sind sehr an einer Zusammenarbeit in allen möglichen Bereichen interessiert - bitte Kontakt aufnehmen!


Pflanzen gesucht:
Könnt Ihr Pflanzen abgeben, die im Waldgarten ein neues Zuhause finden könnten? (Pflanzenliste)


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Kompostwiki Flyer zum Kompostkreislauf

Angespornt durch die Arbeit mit Kompost und Flächenkompostierung und die gelegentlich aufwendigere Informationssuche für den Waldgarten hat sich das "Kompostwiki" als eigenständige Wissensdatenbank zu dem Themenbereich entwickelt.

Mit dem Kompostwiki wollen wir eine Anlaufstelle schaffen, die das Wissen über Kompostierung bündelt und zugänglich macht. Alle Inhalte wie Anleitungen und allgemeine Einführungen für Einsteiger und Hintergrundinformationen zu den Vorgängen der Kompostierung sind unter einer freien Lizenz (CC BY-SA) verwendbar.

Ab sofort sind alle Interessierten eingeladen, daran mitzuwirken, die eigenen Erfahrungen einfließen zu lassen und Bilder und Beschreibungen vom eigenen Kompost einzufügen.

» Zum Kompostwiki

Posted um Mitternacht, November 23rd, 2014 Tags:

Wachstum von unten - Einladung

An alle Gemüse-Liebhaber_innen, Stadtgarten-Interessierten, Garten oder Parzellenbesitzer und -Besetzer_innen.

Es steht die Idee im Raum, die Fläche der jetzigen "Keimzelle" im Karoviertel nicht einfach aufzugeben, sondern einen Platz der Solidarität und der Nachhaltigkeit und der städtischen Lebensmittelversorgung zu schaffen, auf dem unterschiedliche Gruppen & Einzelpersonen zusammenkommen können, um Lebensmittel-Überschüsse und Info´s auszutauschen, veganes Essen zu kochen und Gemüse anzubauen.

Ein Selbstversorgertausch mit wöchentlichem Stand am Samstag, parallel zum Flohmarkt ist im Gespräch. Hier sollen Projekte und Einzelpersonen von ihnen selbst im Überfluss erzeugte Produkte gegen Spende oder Sachwerte abgeben bzw. eintauschen können. Damit der Platz ein Freiraum und Ort zum Hingehen und Rumsitzen bleibt, sollen die Hochbeete von vielen Leuten gepflegt und begärtnert werden.

Wir erhoffen uns eine starke Vernetzung aller aktiven Gärtner_innen und eine Stärkung der bestehenden Strukturen/ Motivation durch die geleistete Umverteilung und selbstorganisierte Nahversorgung und das gemeinsame Essen und Gärtnern.

Dafür treffen wir uns:

Do. 30.10. 2014, 19 Uhr, Treffpunkt Keimzelle, Karoviertel

Lasst uns gemeinsam überlegen,

  • wie der Platz gestaltet werden soll - was kann sonst noch stattfinden? (z.B. Vokü)
  • wer hat Lust, den Garten weiter zu betreuen
  • was müsste noch passieren, verändert, gebaut oder reduziert werden, damit der Ort als solidarischer Platz gerne besucht und genutzt wird
  • welche Regeln wollen wir dem SV-Tausch geben - zb. nur Direkterzeugnisse, keine Händler etc, Überschussabgabe der Standnutzer für die Organisation des Platzes
  • welche Struktur wollen wir der Organisation bzw. welche Einbindung in bestehende Strukturen wollen wir dem Platz geben

Welche Ideen und Fragen hast Du zu dem Thema?

Bitte kommt zahlreich damit wir alle unsere Wünsche, Erfahrungen und Vorstellungen für das nächste Jahr zusammentragen und gemeinsam an der Verwirklichung arbeiten

Bis bald,

Tobias, Moritz, Harald, Simon, Fabian, Anke und Arnd

Posted um Mitternacht, October 20th, 2014 Tags:

Waldgarten Panorama

Im vergangenen halben Jahr hat sich wieder einiges im Waldgarten verändert. Es gab einige Erdbewegungen, ein neues Bienenvolk, neue Beete, viele Blüten und einiges zum Naschen.. - aber der Reihe nach:

Im Frühjahr haben wir wieder an der Saatgut-Tausch und -Verschenk Aktion der Stadtgärten aka. Solidarisches Gemüse teilgenommen und konnten einige spannende Samen sammeln. Besonders gut im Hochbeet angekommen ist der Asia-Salat und die Chinesische Keule, zwei schmackhafte Salate die über einen relativ langen Zeitraum zu ernten sind.

Tulpenblüte

Das kleine Feld mit Winterweizen hat noch im Frühjahr einige Ähren sehen lassen, ist aber mit der Zeit leider immer mehr zurück gegangen - der Boden an der Stelle ist einfach zu karg und verdichtet. Dafür ist der Boden im oberen Bereich des, im letzten Jahr mit der 2. Klasse angelegten Beetes, wunderbar - im Laufe des Frühjahrs und bis jetzt sind immer mehr Pflanzen aus der Bienenweide-Samenmischung aufgetaucht. Neben den dazugepflanzten Stauden, die sehr ansehnlich geblüht haben, sind gerade viele prächtige kleine Malvenblüten zu sehen.

Die langsam weniger gewordene Erde im Hochbeet konnten wir mit feiner Komposterde, kompostiertem Pferdemist (Danke an Günter ) und ein wenig Mutterboden auffüllen. Die darauf gesäten und gepflanzten Pflanzen schienen sehr erfreut!

Eine weitere Erdbewegung war das Wiederinstandsetzen eines Beetes vor dem Waldgarten, das wohl vor Jahren mal von Anwohnern angelegt, dann aber vergessen wurde. Dieses Beet haben wir mit einer Mischung aus Pferdemistkompost, Mutterboden und vor allem der - in der Tat prächtigen - Komposterde aus der letztjährigen Kompostmiete gefüllt. Direkt in die Mulchdecke aus Heu haben wir Bienenweide-Samenmischung, Calendula und Rucola gesät und Tomaten und Bohnen gesetzt. Einiges davon ist aufgelaufen und bin optimistisch dort einige Bohnen und Tomaten ernten zu können.

Die Bienen

Sehr spannend und aufregend ist es auch immer wieder mit den Bienen. Die - recht frühe - Schwarmzeit bescherte ein weiteres Volk, dass nun in der Griesstrasse residiert - der Schwarmfang war eine ordentliche Kletteraktion, siehe Bienenschwärmen. Dann noch aufregender: ich habe mein erstes 'eigenes' Bienenvolk bekommen, dass nun als drittes Volk den Waldgarten bewohnt und bisher sehr friedlich und gesund ist. Ein bisschen ausführlicher ist der Bieneneinzug und auch die Wahl der Bienenbehausung und unserer Art zu imkern hier beschrieben: Neues Bienenvolk.

Um auch den wilden Bienen und vielen anderen wichtigen Insekten eine Behausung zu geben, haben wir es im Frühsommer geschafft, mit der Vorschulklasse B aus der Ganztagsgrundschule Sternschanze ein geräumiges Insektenhotel zu bauen. Praktischerweise konnten wir die Holzwerkstatt der AGKV (Arbeitsgemeinschaft Karolinenviertel e.V. ) zur Vorbereitung der der Materialien und Einzelteile nutzen. Ein spannender Einblick in dieses Haus für Kinder aus dem Stadtteil, die mich mit Ihren Werkstätten, dem Lehmofen und dem Gewächshaus sofort an die Bücher von Ali Mitgusch erinnern ließ.

Mehr Bilder und halbwegs ausführliche Beschreibungen findet ihr in den einzelnen Beiträgen auf http://waldgarten.greenonion.org

Sommerliche Grüße aus dem Waldgarten,
Tobias.

Posted um Mitternacht, July 30th, 2014 Tags:

Der Entwurf

Seit der ersten Idee zu einem Insektenhotel-Bau im Waldgarten hat es sich nun ergeben, dass wir mit der Vorschulklasse B der Ganztagsgrundschule Sternschanze die Idee verwirklichen und ein weiteres Naturgarten-Element integrieren konnten.

Lebensraum Insektenhaus

Bei dem Insektenhaus geht es um die Einrichtung von Lebensräumen (Habitaten) für Insekten wie Ohrenkneifer, Florfliegen, Wildbienen (die im Gegensatz zu unseren Bienen bisher noch keinen Ort hatten), Schlupfwespen, Faltenwespen und vielen anderen.
Diese Insekten helfen dem Garten, indem sie Pflanzen bestäuben, Blattläuse fressen und den Vögeln als Futter dienen.
Dazu soll das Insektenhaus allgemein und besonders wenn es bezogen ist, mit seinen vielfältigen Bewohnern auch für die menschlichen Gartenbesucher eine spannende Bereicherung sein.

Standort

Als Standort für das Haus haben wir eine Nische an der Mauer hinter den Bienenstöcken gewählt. Dort ist es geschützt und doch in den Nachmittagsstunden von der Sonne gewärmt.

In der Holzwerkstatt

Planung

Für die Vorbereitung der einzelnen Materialien hatten wir die tatkräftige Unterstützung der AGKV (Arbeitsgemeinschaft Karolinenviertel e.V. ), eine Oase für Kinder im Karoviertel.

In der Holzwerkstatt 1

In der Holzwerkstatt 2

Hier konnten wir die Holzwerkstatt nutzen. Die Kinder haben die verschiedenen Füllmaterialien und auch die Ohrenkneifer-Wohnräume vorbereitet.

Beim Äste ablängen Beim Äste ablängen 2 Beim Äste ablängen 3 Beim Äste ablängen 4 Beim Bambus abmessen Maschendraht vorbereiten Maschendraht vorbereiten 2 Löcher in den dicken Holzscheiben

Die Bambus-Röhren & die Hasel-Äste mussten abgelängt werden, Draht und Maschendraht wurden geschnitten und in die dicken Holzscheiben wurden jede Menge Löcher gebohrt.

Aufbau im Waldgarten

Waldgarten Ein großer Hammer wurde benötigt um das Haus im Boden zu verankern

Nach zwei Tagen angestrengtem Sägen, Schneiden, Knipsen, Bohren und Sortieren konnten wir die Materialien in den Garten transportieren, um dann am dritten Tag das Insektenhaus aufzustellen und zu füllen.

Lehmvorbereitung Lehmvorbereitung 2

Dort musste Lehm vorbereitet werden. Dieser wurde mit Sand und etwas Wasser gemischt, um eine gut zu verarbeitende Konsistenz zu erreichen. Die Kinder wussten sofort, wie ein optimaler Matsch hergestellt werden kann.

Der Insektenhotel-Rahmen Der Insektenhotel-Rahmen mit Unterteilungen Bambus-Röhren befestigt mit Lehm Äste befestigt mit Lehm Befüllen des aufgestellten Hauses

In den Rahmen des Hauses wurde eine Art Regal eingebaut und die einzelnen Fächer wurden mit den vorbereiteten Hölzern und Baumscheiben, Tannenzapfen (die die Klasse beim letzten Ausflug im Wald gesammelt hatte), Heu und Lehm gefüllt.
Ganz oben wurden die Ohrenkneifer-Häuschen unters Dach gehängt.

Das Insektenhotel 1 Das Insektenhotel 2

Posted um Mitternacht, June 24th, 2014 Tags:

Zwei Jahre sind schon vergangen, seit unser erstes Bienenvolk eingezogen ist. In der Zwischenzeit durfte ich unserer Hauptimkerin Celine immer wieder bei der Pflege assistieren und ich habe einige spannende Aspekte der Bienen und ihrer Lebensweise und auch ihrer Abhängigkeit vom Menschen (Honigbienen sind durch Zucht angepasst..) kennengelernt.

Der Schwarm in einer Schwarmkiste Mein immer größer gewordenes Interesse hat dieses Jahr dazu geführt, dass ich einen 'eigenen' Bien - einen ansehnlichen Schwarm aus der Annenstrasse - im Waldgarten angesiedelt habe.

Beobachtung des Schwarmes

Diese werde ich möglichst naturnah halten, eine Liste von Mindestkriterien der naturnahen Bienenhaltung habe ich bei der Dresdener Initiave "Biene sucht Blüte" gefunden.

Der Bienenstock

In den Tagen (und Wochen) vor dem Einzug habe ich mich mit der Frage nach 'der richtigen' Beute - dem Bienenstock beschäftigt. - Hier gibt es eine überwältigende Anzahl an Bauformen und ähnlich viele Herangehensweisen.. Eine große Hilfe waren dabei die Seiten des Imkerverein Berlin-Tempelhof mit der Orientierungshilfe für die Suche nach der besten Bienenbeute (nach Dr. Liebig aus "Einfach imkern")

Für mich waren die folgenden Gesichtspunkte am wichtigsten:

  • die natürliche Lebensweise der Bienen unterstützend / Bienenfreundlichkeit
  • natürliche Materialien / ökologische Herstellung
  • Kompatibilität / Verwendung gängiger Maße
  • einfacher Aufbau / Eigenbau möglich
  • bewährtes System / die Arbeit des Imkers unterstützend und minimierend
  • Erweiterbarkeit

Meine (Internet-)Recherchen ergaben, dass in Norddeutschland hauptsächlich die "Segeberger Beute" aus Kunststoff (Hart-Schaumpolystyrol) verwendet wird. Daneben gibt es u.a. die vom Verein für wesensgemäße Bienenhaltung, Mellifera unterstütze Bienenkiste und diverse andere Magazinbeuten aus Holz.

Die Segeberger Beute aus Plastik scheidet aus, dieser Werkstoff ist in meinen Augen weder Bienengemäß noch ökologisch vertretbar. Außerdem kann diese Beute nicht selbst gebaut werden. Die Bienenkiste ist vom Ansatz her spannend ("..um mit verhältnismäßig geringem an Aufwand selbst Bienen halten zu können - aus Freude an der Natur und um für den Eigenbedarf etwas Honig zu ernten."), aber meine Erfahrung mit Celines Bienenkiste ist, dass die Bienen darin schwer zugänglich sind - die Kiste muss für Kontrollen etc. auf den Kopf gestellt werden und es wird der gesamte Unterboden abgenommen. Auch die Belüftung bzw. der Wasserhaushalt scheint darin nicht ganz so einfach - es schimmelte gelegentlich.

Letztendlich bin ich bei der Hohenheimer Einfachbeute nach Dr. Liebig gelandet. Diese scheint auch unter dem Aspekt der offenen Baupläne meinen Vorraussetzungen zu entsprechen: Sie ist aus Holz, (wohl) bienenfreundlich, erweiterbar, selbst zu bauen, Imkerfreundlich und nutzt das Zander-Rähmchenmaß.

Bienestock-Bau

Nach der Sichtung der Baupläne habe ich erst einmal alles von 20mm Holzstärke auf 18mm umgerechnet - im Baumarkt war einfach kein 20mm Material zu finden.

Die erste Zarge war recht einfach gebaut, der Boden war ein wenig komplizierter. Um davon eine Vorstellung zu bekommen, musste ich mir noch eine andere Bauanleitung anschauen: .

Noch während des Bauens erreichte mich der Anruf, dass ich wahrscheinlich innerhalb des nächsten Tages einen Schwarm bekommen würde. Nach einer kleinen Reise zum Imkerbedarf im Umland waren dann auch alle Teile für den Bienenstock vollständig und ich konnte letzte Handgriffe wie die Montage der Rähmchen-Auflageschienen und das Bestücken der Rähmchen mit Dreiecksleisten erledigen.

Einzug

Aus der Nähe betrachtet

Das Einzugszeremoniell gestaltete sich wegen des etwas kühlen Wetters nicht so einfach. Die Bienen bewegten sich nicht besonders zielsicher auf die Beute zu sondern waren eher etwas träge. Vielleicht gelang es uns dadurch einfacher, festzustellen, dass es einen Königin im Schwarm gab. Nachdem der Einzug sich dann doch eine ganze Weile hinzog und es langsam gen Abenddämmerung ging, haben wir den Rest wegen zunehmender Dunkelheit und nachdem die Königin eingelaufen war, mit Hilfe von Celines Elfenfeder (Gänseflügel) in die Kiste gefegt und der Bien war nach ca 1 1/2 Stunden komplett eingezogen. (Man achte auf hellen und vor allem glatten Stoff beim Einlaufen lassen)

Bieneeinzug 1 Bieneeinzug 2 Bieneeinzug 3 Bieneeinzug 4

Posted um Mitternacht, May 14th, 2014 Tags:

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